Kreis Paderborn (krpb). Die Bauarbeiten an der Almebrücke schreiten weiter voran. Bis gestern war noch nicht klar, ob der Lieferant den bestellten Gussasphalt liefern wird. Bei Minustemperaturen muss für gewöhnlich die Produktion gestoppt werden. Doch auch das klappt: Rund 65 t Gussasphalt wurden jetzt auf die Fahrbahn aufgebracht. Der Winter bleibt außen vor, ein rund 90 m langes Zelt überdacht weiterhin die gesamte Baustelle. Landrat Manfred Müller zeigte sich im Ortstermin mit Ortsvorsteher Volker Odenbach zuversichtlich, dass die Brücke und der seitliche Rad-Gehweg Mitte der nächsten Woche für den Verkehr frei gegeben werden können. „Hier tun alle ihr Menschenmöglichstes, um die Öffnung vor Weihnachen hinzubekommen“, so Müller. Odenbach zeigte sich beeindruckt, dass unter diesen schwierigen Bedingungen die Asphaltarbeiten dennoch möglich gemacht werden konnten.
Für die Fahrbahndecke wird Gussasphalt verwendet. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus Sand, Splitt, Steinmehl und Bitumen, das gut verarbeitbar ist, vor allem Belastungen gut stand hält und als alterungsbeständig gilt.
Für die Bauarbeiten braucht man konstante Plustemperaturen. Zwei Heizquellen im Inneren des Zeltes sorgen für die nötige Wärme. Die Temperatur wird nachts von der Firma kontrolliert. Weiterer Knackpunkt war die pünktliche Lieferung der Metallschiene als Verbindungsstück zwischen Brücke und Straße, „die individuell angefertigt werden musste“, erläutert der stellvertretende Leiter des Kreisstraßenbauamtes, Michael Rüngeler. Genau dieses Verbindungsstück ist letztlich die Ursache und der Grund, warum die Bauarbeiten nicht warten konnten. Die Verbindung drohte im Sommer aus der Verankerung zu lösen. Die Brücke musste aus Sicherheitsgründen gesperrt und repariert werden. Durchschnittlich über 7.100 Kraftfahrzeuge und 460 Radfahrer passieren pro Tag das Bauwerk.
Landrat Manfred Müller betont die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Firmen, die nach pünktlicher Lieferung des Verbindungsstücks Anfang Dezember bereits viele Überstunden –bis spät in die Nacht und an den Samstagen – gefahren hätten, um die Arbeiten abzuschließen zu können. „Bis Ende der Woche werden wir die Schutzplanken zwischen der Fahrbahn und dem Radweg unter dem Zelt anbringen können“, betont Jan Gruno, Geschäftsführer der Firma Hormigon. Gearbeitet werde auf Kante, „wir wollen das hinbekommen“, bekräftigt Gruno. Die Idee mit dem Zelt hält er für „hervorragend“.
Das Zelt wird voraussichtlich am kommenden Montag, 20. Dezember, abgebaut. Danach sollen die Geländer auf beiden Bauwerksseiten montiert werden. Auch die mussten gefertigt und geliefert werden. Bis auf die Schutzplanke im südlichen Bereich kann alles wie geplant ausgeführt werden. Damit könnte die Brücke geöffnet werden. Einstellen müssen sich die Autofahrer wahrscheinlich noch auf eine vorübergehende Geschwindigkeitsreduzierung. Aber zumindest „fließt der Verkehr dann wieder“ so Rüngeler.